Titelbild
Trennlinie
normalplatzhalterHome
spacelinespaceline
normalplatzhalterInformation
spaceline
normalplatzhalterMietbare Objekte
spaceline
normalplatzhalterPrivate Kulturanbieter
spaceline
normalplatzhalterGesetzliche Grundlagen
spaceline
normalplatzhalterVereine
spaceline
normalplatzhalterVeranstaltungen
spaceline
normalplatzhalterKulturförderpreis
spaceline
normalplatzhalterKulturpreisträger
spaceline
normalplatzhalterKulturförderpreis - Preisträger
spaceline
normalplatzhalterKulturschaffende
spaceline
selplatzhalterDenkmäler
spaceline
normalplatzhalterKunstführer
spaceline
normalplatzhalterDVD's zum ausleihen
spaceline
normalplatzhalterKontakt
spaceline
normalplatzhalterLinks
spaceline
normalplatzhalterImpressum
spaceline
normalplatzhalterOrtsplan
spaceline
normalplatzhalterHerzogenbuchsee
spaceline
space
platzhalterplatzhalter
platzhalter
platzhalterplatzhalter
platzhalter
platzhalterplatzhalter
platzhalter
platzhalterplatzhalter
platzhalter
platzhalterplatzhalter
platzhalter
platzhalterplatzhalter
platzhalter
platzhalterplatzhalter
platzhalter
platzhalterplatzhalter
platzhalter
platzhalterplatzhalter
platzhalter
platzhalterplatzhalter
platzhalter
platzhalterplatzhalter
platzhalter
Ulrich Dürrenmattplatzhalter
platzhalter
Amélie Moser-Moserplatzhalter
platzhalter
A. Bitzius/J. Gotthelfplatzhalter
platzhalter
Bourbaki-Denkmalplatzhalter
platzhalter
Bauernkrieg 1653platzhalter
platzhalter
Toolbar
In fremder Erde begraben 
Das Denkmal befindet sich bei der reformierten Kirche Herzogenbuchsee

Der Deutsch-Französische Krieg dauerte von Juli 1870 bis Februar 1871 und endete mit der vollständigen Niederlage Frankreichs. Die unter Führung von General Charles Denis So­ter Bourbaki stehenden französischen Truppen sollten die Fes­tung Belfort aus der deutschen Umklammerung befreien und dann von Süden her die deutschen Versorgungslinien unterbre­chen. Mit 130000 Mann war Bourbakis Annee zwar stark, insge­samt allerdings nur ein zusammengewürfelter, unkoordinierter Haufen. Sie konnte ihren Auftrag nicht erfüllen. Auf der deut­schen Seite kam modernste Technik zum Einsatz. Gegen Ende des kalten Januar 1871 wurden Bourbakis Truppen gegen die Schweizer Grenze abgedrängt und dort festgeklammert. Bour­baki verübte einen Selbstmordversuch, sein Nachfolger wurde General Justin Clinchant. Am 29. Januar wurde in Versailles ein Waffenstillstand unterzeichnet, der die Gebiete, in denen die Bourbaki-Armee stand, ausdrücklich ausnahm. Clinchant wur­de nicht über diese wichtige Ausnahme informiert und liess in Unkenntnis der Situation die Kampfhandlungen einstellen. Der deutsche General Manteuffel nutzte die Verwirrung auf fran­zösischer Seite dazu aus, alle grösseren Strassen zu blockieren und so die Bourbaki-Armee im Raum Pontarlier einzuschlies­sen, General Clinchant wurde von den Ereignissen überrascht, war aber nicht bereit, seine Soldaten von der Deutschen Armee gefangen nehmen zu lassen. Er wählte als letzten Ausweg den Übertritt in die Schweiz.

Zwischen dem 1. und 3. Februar 1871 traten 87000 Mann mit 1200 Pferden entlang des Waadtländer und Neuenburger Ju­ras über die Schweizer Grenze. Sie wurden entwaffnet und bis zum Friedenseintritt in der Schweiz untergebracht. Die Haupt­routen des Grenzübertritts waren Les Verrieres (34000 Mann), Ste-Croix (13000 Mann), VaUorhe und Ballaigues (28000 Mann) sowie das Valle de Joux (12000 Mann).

Für den jungen Schweizer Staat stellten die Aufnahme und Internierung einer solch grossen Armee eine enorme Herausfor­derung dar. Der damaligen Armeeorganisation fehlte die not­wendige Logistikinfrastruktur in den Bereichen Sanitäts- und Veterinärwesen und vor allem auch in der Lebensmittelver­sorgung. Die von Aarberg bis Zweisimmen an rund 235 Orten über die ganze Schweiz verteilten Soldaten mussten durch die Bevölkerung versorgt werden. Allein im Kanton Bem waren es in 45 Gemeinden knapp 20000 Internierte.
Mit der Aufnahme der Bourbaki-Armee zeigte sich, dass Neutralität nicht Abseitsstehen und Zuschauen bedeutet; dies umso mehr, als auch das 1866 in Bem gegründete Schweizeri­sche Rote Kreuz seinen ersten Hilfseinsatz leistete und wäh­rend sechs Wochen die medizinische Versorgung unterstützen musste. Der Neutralitätsgedanke erhielt durch diese Ereignisse eine humanitäre Komponente und Solidarität wurde zum Mar­kenzeichen des jungen Bundesstaates Schweiz.

In Herzogenbuchsee währen während des Deutsch-Franzöischen Kriegs 515 Internierte Mitglieder, wovon 5 verstarben.

© Auszug aus dem Buch Denk mal - ein Denkmal (Eine Entdeckungstour zu über 170 Denkmälern und 150 Museen und Kulturstätten im Kanton Bern) von Fritz von Gunten